Eine kurze Geschichte der Arroganz

Auf dem Höhepunkt der Beatlemania verkündete John Lennon 1966 „Wir sind jetzt populärer als Jesus“. Ironie oder Größenwahn? Für den finnischen Autor Ari Turunen gehört John Lennon mit seiner anmaßenden Aussage jedenfalls zu jenen Persönlichkeiten, die auf dem Gipfel ihres Erfolges die Bodenhaftung verloren haben.

Der Musiker findet sich da in bester Gesellschaft. Vielen Diktatoren, aber auch Showstars und Internetgurus ist ihr Erfolg so sehr zu Kopf gestiegen, dass sie sie sich irgendwann für gottähnlich halten. In seinem Buch „Kann mir bitte jemand das Wasser reichen? Eine kurze Geschichte der Arroganz“ erzählt Turunen nicht nur von der Arroganz historischer Persönlichkeiten. Auch ganze Staaten sind in seinen Augen letztlich an ihrer Überheblichkeit zugrunde gegangen wie etwa das spanische Habsburgerreich. Bisweilen schießt der Autor hier durch grobe Vereinfachung allerdings übers Ziel hinaus. Alles in allem aber entlarvt er auf amüsante Weise den Größenwahn dieser Welt.

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